Deutschlandtour – Tag 11

08.06.2014

Natur pur
Die Nacht war heute eher bescheiden. Mitten in der Nacht ertönte irgendwo im Umfeld über bestimmt 10 Minuten eine Alarmhupe. Dann arbeitete ständig irgendein Aggregat im näheren Umfeld… Das fehlende W-Lan hatte ich ja bereits gestern erwähnt. Insgesamt eine eher nicht empfehlenswerte Möglichkeit zu nächtigen. Selbst die Brötchen schaffen sie nicht, so, wie gestellt, bereit zu stellen.
Naja – abhaken und losfahren.

Nachdem alles zusammen gepackt ist, starte ich zu Etappe 11 meiner Tour. Heute fahre ich entlang der Oder gen Süden. Viel gibt es nicht zu erzählen. Das heißt aber keineswegs, dass es kein schöner Tag war! Ganz im Gegenteil! Einen so schönen Radweg, wie den nördlichen Teil des Oder-Neiße Radwegs, habe ich noch nie befahren. Stets mit erstklassigem Bodenbelag und abseits jedem Autoverkehrs, führt der Radweg direkt durch die Natur. Nicht nur entlang der Oder, sondern ebenso vorbei an ausufernden Flutwiesen führt der Weg stets abseits des Verkehrs im Bereich der Oder entlang. Ich bin wirklich schwer begeistert und lasse einfach ein paar Bilder sprechen:

Der Oder-Neiße Radweg Der Oder-Neiße Radweg
Der Oder-Neiße Radweg Der Oder-Neiße Radweg
Verlassene Gebäude am Oder-Neiße Radweg Flutwiesen am Oder-Neiße Radweg
Der Oder-Neiße Radweg Der Oder-Neiße Radweg
Der Oder-Neiße Radweg

Auf dem Weg finden sich, für uns Mitteldeutschen, recht ungewohnte Schilder:

otterwechsel

Etwa zehn Kilometer vor Frankfurt (Oder) wendet sich dann das Bild. Ich muß die Oder verlassen und der offizielle Radweg verläuft fortan wirr durch die Gegend. Quer durch die Orte, hoch und wieder hinab, kreuz und quer – Spaß mach das nicht. Das Wetter, wie haben etwa 35°C, macht die Sache nicht angenehmer. Mittlerweile habe ich schon wieder zu wenig Wasser in den Flaschen, was mir arge Bedenken macht, weil eine Unterkunft noch nicht in erreichbarer Nähe scheint. An dem Zu Hause der Bundespolizei in Fankfurt (O) fahre ich an die Pforte und bitte den (netten) Beamten darum, meine Flaschen nochmals aufzufüllen. Das macht er gern, macht mir in Sachen Unterkunft aber keine große Hoffnung.
Ich fahre weiter und komme an einigen „Zimmer frei“ Schildern vorbei. In dem Moment, in dem ich angebe, allein zu sein und nur für eine Nacht eine Unterkunft zu suchen, ist dann „plötzlich“ alles belegt. Was für ein Zufall… :-/
Das gleiche widerfährt mir noch mehrere Male und mir wird zum Teil auch direkt ins Gesicht gesagt, dass sich eigentlich kein Vermieter mehr Übernachtungen, nur für eine Nacht antut. Seltsam, an solchem Radweg…
Ein Stück weit südlich von Frankfurt, in Brieskow-Finkenheerd, frage ich dann noch einmal in einem kleinen Fisch-Gasthaus (www.Fischer-Schneider.de) an. Was ein Wunder, denke ich – auch hier hat „gerade vor fünf Minuten“ ein Gast eingecheckt. Aber die nette Dame gibt ´mir einen Zettel mit weiteren Zimmern im Ort und rät mir, gleich ein paar Meter weiter zu fahren, um dort zu fragen. Ein guter Tipp, denn hier werde ich freundlich empfangen. Ein tolles Zimmer zum guten Preis. Ich springe schnell unter die Dusche und fahre gleich die paar Meter zurück zu der Fischgaststätte, um dort meine Kalorien wieder aufzufüllen. Was soll ich sagen – sehr leckere Speisen und eine freundliche Bedienung – ein absolut empfehlenswertes Haus. Die „Geschichte“ mit den fünf Minuten nehme ich der Frau auch wirklich ab…

Ich hoffe, Morgen hat die Sache mit dem kreuz und quer schnell ein Ende und ich sehe die Oder wieder.
Wir werden sehen und ich werde schreiben …

Hier noch ein kleines „Selfie“ von unterwegs:

selfie

Zusammenfassung

Tages-km: 151,57 km
Gesamt km: 1329 km
Fahrzeit: 07h 43min
VØ: 19,6km/h
Gesamt-Fahrzeit: 68h 44min
Tages-Aufstieg: 309Hm
Gesamt-Aufstieg: 3253Hm

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